Kann ich …?

Geht das eigentlich nur mir so?

Fast täglich nervt mich aktuell ein TV-Werbespot, in dem ein kleines Mädchen seiner Mutter (ich glaube, sie sind beim Grillen im Garten) laut und fröhlich die Frage stellt: „Mama, kann ich eine Wurst?“ Und die Mutter korrigiert diese sprachliche Verstümmelung nicht etwa, sondern weist nur auf die vegetarische Beschaffenheit des Grillgutes hin. Darauf das Kind: „Kann ich noch mehr keine Wurst?“ Wie niedlich. Die Mutter freut sich über ihr putziges Kind. Aber mir sträuben sich die Nackenhaare.

Meinem Sohn hab ich es natürlich gleich richtig beigebracht, versteht sich. Es kam aber gar nicht so selten vor, dass andere Kinder (und – jetzt halten Sie sich fest – durchaus auch mal der eine oder andere Erwachsene!) mit der Frage um die Ecke kamen: „Kann ich Kekse/ein Bier?“, oder, auch schön: „Kann ich barfuß?“, und dann hatten wir immer viel Spaß daran, fies und klugscheißerisch nachzufragen: „Was möchtest du? Kekse backen? Mir ein Bier ausgeben? Barfuß nach Hause gehen?“ (Im Fall der Wurst würde mir noch eine andere sehr schöne Möglichkeit einfallen, aber das hier ist eine seriöse Seite, da schreib ich sowas nicht.)

Also liebe Kinder, Eltern und wer sonst sich angesprochen fühlt, es ist doch gar nicht so schwer: „Kann ich noch eine Wurst HABEN – bitte?“

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